Trink- und Sondennahrung für stationäre Versorgung

 

 

Ernährungstherapie im Krankenhaus

Von Anfang an optimal versorgt mit den restoric® Trink- und Sondennahrungen

 

 

 

restoric® nephro intensiv

Sondennahrung für Dialysepatienten

  • hochkalorisch

  • leicht verdaulich

  • kalium- und phosphatarm

 

 

 
 
 
 

Anwendungshinweise Sondenapplikation

restoric nephro intensiv ist eine hochkalorische Sondennahrung und weist daher eine höhere Viskosität auf als Sondennahrungen mit einer geringeren Energiedichte. Daher sollte restoric nephro intensiv entweder per Spritze in einzelnen Mengen verabreicht werden (Bolusgabe) oder kontinuierlich mithilfe einer Ernährungspumpe.

 

Die unten stehenden Anwendungshinweise zur Sondenapplikation richten sich an medizinisches Fachpersonal.

 

Bolusapplikation

(Wund- und Blasenspritze)

  • Nur bei gastraler Gabe, z. B. PEG, empfehlenswert
  • Empfohlenes Sondenlumen (Maßeinheit für die Dicke des Sondenschlauchs) ≥ 15 CH
  • Pro Bolusgabe maximal 200-250 ml
  • 50 oder 100 ml Spritzen, unter Umständen Trichteradapter für den Ansatz der Spritzen an das
    Sondenendstück verwenden
  • Treten bei Bolusgabe Unverträglichkeiten auf, ist eine kontinuierliche Pumpenapplikation empfehlenswert

 

Pumpenapplikation

(Ernährungspumpe)

  • Verwenden Sie Pumpenüberleitsysteme entsprechend dem vorhandenen Pumpenmodell.
    Für Kronkorkenflaschen sind entweder Universalüberleitsysteme erhältlich oder zusätzliche Adapter.
    Es ist auch möglich, die Flasche in einen Beutel oder Container umzufüllen.
  • Gastrale Sondenalage (z. B. PEG): empfohlenes Sondenlumen ≥ 15 CH
  • Jejunale Sondenanlage (z. B. PEJ): nur kontinuierliche Pumpenapplikation; empfohlenes Sondenlumen mindestens 9-10 CH

 

Eine Übersicht handelsüblicher Überleitsysteme für die Applikation von restoric nephro intensiv finden Sie hier.

 

Anwendung und Nahrungsaufbau

  • Nahrung auf Zimmertemperatur bringen und Flasche vor Gebrauch gut schütteln
  • restoric nephro intensiv ist anwendungsfertig und kann in der Regel unverdünnt sondiert werden
  • Bei empfindlichen Patienten oder bei jejunaler Sondenlage kann es hilfreich sein,
    zu Behandlungsbeginn die Nahrung mit Wasser oder stillem Mineralwasser im Verhältnis 1:1 zu verdünnen,
    ebenso bei reiner Zottenernährung
  • Bei einer anfänglichen Fließgeschwindigkeit von unter 50 ml/h empfiehlt es sich,
    die Nahrung mit Wasser oder stillem Mineralwasser im Verhältnis 10:1 zu verdünnen
    (pro 500 ml Flasche 50 ml Wasser hinzufügen)
  • Bei restoric nephro intensiv handelt es sich um hochkalorische Nahrungen,
    daher wird eine einschleichende Gabe empfohlen (½ bis 1 Flasche pro Tag)
  • Nahrungsmenge und Applikationsgeschwindigkeit patientenindividuell steigern
  • Sonde vor und nach jeder Nahrungsapplikation sorgfältig mit reinem Wasser spülen (ca. 40 ml)
  • Auch „stillgelegte“ Sonden mindestens einmal am Tag spülen
  • Zum medizinischen Spülen reines Wasser verwenden, keinen Tee!
  • Pro 500 ml-Flasche lediglich 360 ml Wasser in die Flüssigkeitsbilanz einbeziehen

 

Bolusapplikation Pumpenapplikation

Bolusmengen langsam applizieren

Pro Bolusgabe max. 200-250 ml,
nach jeder Bolusgabe mind. 1 Stunde Pause

Pumpenflussrate
mind. 50 ml/h
max. 166 ml/h

 

 

Beispiele für den Nahrungsaufbau

 

Stufe*
Tag
Gesamtdosis Sondennahrung Bolusapplikation PEG Pumpenapplikation
Sondennahrung Dosierung Bolusintervall Pumpenflussrate** Laufzeit
I
1.-2. Tag
200 ml
(500 kcal)
5 x 50 ml alle 2 Std. 50 ml/h 5 Std.
II
3.-5. Tag

500 ml
(1000 kcal)

5 x 100 ml alle 2 Std. 65 ml/h 8 Std.
III
6.-7. Tag
750 ml
(1500 kcal)
5 x 150 ml alle 2 Std. 75 ml/h 10 Std.
IV 1000 ml
(2000 kcal)
5 x 200 ml alle 2 Std. 100 ml/h 10 Std.

 

* Die Steigerung der Stufen richtet sich nach der enteralen Toleranz des Patienten. Bei guter Verträglichkeit kann schneller gesteigert werden.

** Bei geringeren Durchflussraten als 50 ml/h ist es aufgrund der hohen Energiedichte empfehlenswert, die Nahrung mit 10 % Wasser zu verdünnen.

 

Hinweise bei einer Medikamentengabe über die Sonde

 

Arzneimittelauswahl

  • Überprüfen, ob das Medikament zur Gabe via Sonde geeignet ist
  • Klären, ob das Medikament ohne Wirkungsverlust zerkleinert, gelöst oder suspendiert werden kann
  • Flüssige Arzneimittel bevorzugen

 

Arzneimittelgabe

  • Feste Arzneiformen sorgfältig mörsern und in 5 ml Wasser lösen, Suspension aufziehen
    (Cave: Sondenblockaden werden oft durch Medikamentengaben verursacht, insbesondere bei PEJ/FNKJ)
  • Arzneimittel auf keinen Fall zusammen mit der Nahrung verabreichen!
  • Alle Arzneimittel getrennt voneinander applizieren!

 

Schritte der Medikamentengabe

  1. Nahrungszufuhr stoppen
  2. Sonde mit Wasser spülen (20-40 ml)
  3. Erstes Medikament in sondengängiger Form via Blasenspritze applizieren
  4. Sonde mit Wasser spülen
  5. Zweites Medikament in sondengängiger Form via Blasenspritze applizieren
  6. Sonde mit Wasser spülen (ca. 40 ml)
  7. Nahrungszufuhr fortsetzen